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Unser Weg zu artgerechter Pferdehaltung und FütterungSeit fast 30 Jahren halten wir Pferde, 10 Jahre davon in Offenstallhaltung am Haus. Dabei lag uns artgerechte Haltung in der Gruppe, an der frischen Luft und mit viel Bewegung immer am Herzen. Hat man einen Ekzemer in seinem Bestand, ist man besonders gefordert. Bei Offenstallhaltung und Haltung in der Herde ist es nicht immer leicht, seinen Ekzemer zu den Hauptflugzeiten der Insekten in den Stall zu holen. Hat er begriffen, dass er im Stall Ruhe vor den Insekten findet und sucht ihn aus diesem Grund rechtzeitig von alleine auf, ist es eine deutliche Erleichterung. Optimierung unserer kleinen Anlage im Bereich Stallbau, Einzäunung, Fütterung, sowie Paddockbefestigung haben uns viele Jahre immer wieder beschäftigt. Die Pferde am Haus zu halten, bereitet sehr viel Freude und ist eine Bereicherung für die ganze Familie, bringt aber auch Probleme/Nachteile mit sich: 1. Regelmäßige, den individuellen Bedürfnissen angepasste Fütterung an 365 Tagen im Jahr!
zu 1.) Regelmäßige, individuelle Fütterung Besonders in den Wintermonaten, wenn eine regelmäßige Fütterung notwendig ist, waren wir oft “angebunden” um unsere Pferde zu geregelten Zeiten 3 x täglich mit dem nötigen Futter zu versorgen. Bei 3 Pferden hatten wir einen sehr leichtfuttrigen Ekzemer, eine verdauungsträge Stute, die möglichst kleine Mahlzeiten benötigte und eine schwerfuttrige Stute....alle 3 zusätzlich staubempfindlich. Individuelle Fütterung war nur mit erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand möglich und ließ sich daher weder täglich, noch zu Urlaubszeiten realisieren. Folge: Der Leichtfuttrige war immer zu dick, die verdauungsträge Stute behielt, trotz aller Bemühungen, ihre Probleme und die Schwerfuttrige nahm im Winter ab! Weitere Probleme waren: + Vertretungen zu finden, die die Pferde zu den gewohnten Zeiten versorgten, wenn wir mal nicht da waren....bitten Sie mal einen Nachbarn, Sonntagmorgen bei strömenden Regen, um 8 Uhr ihre 3 Pferde zu füttern und das gleiche noch einmal gegen Mittag und bitte noch mal um 22 Uhr! Sie können sich vorstellen, dass die Begeisterung da eher gering ist ;-) +Verletzungen/ Hufrehe: Durfte ein Pferd wegen Hufrehe, oder einer Verletzung z.T. monatelang, auch im Sommer, nicht auf die Koppel, bedeutete dies einen deutlich erhöhten Aufwand, in der Versorgung und Beschäftigung des Patienten. Durch eine Kundin wurden wir auf das Fütterungskonzept der Firma HIT aufmerksam. Diese sollte u.a. einen computergesteuerten Heudosierer zur individuellen Raufutterfütterung entwickelt haben. Wir wurden sofort hellhörig....und nahmen Kontakt mit Herrn Hinrichs auf. Bei einem Besuch stellte er uns sein Konzept vor. Neben allen anderen Möglichkeiten, der computergesteuerten Fütterung, war die individuelle Heu-/Silagefütterung für uns am interessantesten:
Man kann für jedes Pferd die Gesamtfutterzeit pro Tag bestimmen, die dann automatisch auf bis zu 20 Mahlzeiten verteilt werden. Unterbrechungen/Reduzierungen der Futterzeiten können ebenfalls individuell eingestellt werden. Über den im Stall installierten Futtercomputer kann man täglich überprüfen, welches Pferd, welche Zeit im Futterstand verbracht hat und gewinnt so eine Übersicht, ob die eingeteilte Menge auch abgerufen wurde. So bekommt die schwerfuttrige Stute z.B. 300 Min. Fresszeit/Tag und die leichtfuttrige/verdauungsträge Stute z.B. 200 Min. Beispiel: Sind die Pferde tagsüber auf der Koppel, wird diese Zeit als Unterbrechung eingegeben, d.h. die Pferde können in dieser Zeit kein Futter am Heudosierer abrufen. Werden sie um 18 Uhr reingeholt, wird der Computer so programmiert, dass die Pferde zwischen 22 und 4 Uhr morgens 6 Mahlzeiten abrufen können. Das Programmieren ist denkbar einfach und dauert nur wenige Sekunden!!! So kann man, bei sich ändernden Tagesablauf, die Futterzuteilung schnell anpassen. Bei größeren Beständen und somit mehreren Heudosierern kann man diese mit unterschiedlichen Raufuttern, z.B. Silage, trockenes Heu, nasses Heu bestücken. Computergesteuert bekommt so ein Allergiker z.B. nur Zugang zum nassen Heu, oder zur Silage. Dominanzprobleme gibt es kaum, da man die Fresszeiten und Heudosierer individuell zuordnen kann. Eine mögliche Kombination mit einer Kraftfutterstation, schafft auch hier individuelle Möglichkeiten und durch stündliche Fütterung, sowie unterschiedliche Platzierung zum Heudosierer zusätzliche Bewegungsanreize. Neben allen anderen Beschäftigungsmaßnahmen, ist Futterbeschaffung noch der größte Bewegungsanreiz. Dies wird unterstützt, indem Heudosierer (Raufutter), Kraftfuttergaben, Tränke und Liegebereich möglichst weit von einander entfernt platziert werden.....hier berät auch Sie die Firma HIT gerne!
Ein weiteres Problem war die Einstreu. Im Stall haben wir Betonboden (behördlich vorgeschrieben) und wir müssen den Mist wöchentlich mit einem kleinen Hänger selbst wegfahren: + Stroh : Nicht geeignet für unsere Stauballergiker, großes Mistvolumen. + Späne: nimmt der Landwirt uns als Mist nicht ab. Also haben wir, einen Winter lang, den Stall mit Linostreu eingestreut; dies war gutverträglich für die Allergiker, hatte ein kleines Mistvolumen und der Bauer nahm es uns ab. Leider war das Einzige, was wir unseren Pferden damit geboten haben, eine Toilette!!! Rein in den Stall, gepinkelt, geäppelt und geschlafen wurde draußen auf der Koppel, bzw. im Spänebereich des Paddock! Nicht ein einziges Mal konnten wir beobachten, dass die Pferde im Stall auf der Einstreu gelegen haben. Fazit war, dass wir die kommenden Winter ganz auf Einstreu verzichtet haben, der Stall wurde nicht mehr als Toilette “missbraucht” und die Pferde schliefen wie immer im Paddock. Nachdem unser Bestand gewechselt hat, haben wir jetzt eine Ponystute, die aus überwiegender Boxenhaltung kommt und ungern nass wird.....jetzt keimte wieder der Gedanke nach einem bequemeren Stallbelag als Beton auf. Firma HiT bietet das sogenannte Softbett an. Eine stabile Gummimatte mit ca. 5cm Polsterung, wodurch die Pferde nicht nur “kälteisoliert” liegen können, sondern auch noch ansprechend weich J Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Wir haben uns als Start für die “bewegliche” Ausführung in den Maßen 250x180 cm entschieden:
Der Paddock von ca 7 x 35 m ist auch der einzige Zugang zum Stall und führt zwischen Wohnhäusern entlang. Bei teilweise bis zu 4 Pferden ein hochfrequentiertes Stück. Nach jahrelangem Versinken, im tiefen Matsch, war uns die Befestigung des Paddocks, sehr wichtig. 1. Variante: Da durch die Aufschüttung für das Grundstück schon reichlich Sand als Untergrund vorhanden war, beließen wir es dabei. Direkt vor dem Stall wurden 7 x 9 m Steinplatten verlegt.
2.Variante: Der Sand wurde glatt gezogen und es wurden bis zu 20 cm Schälspäne aufgefüllt. Zunächst war es herrlich!! Es roch nach frischem Holz, die Pferde schliefen gerne in den Spänen, der Hufabrieb war rückläufig und stauben tat auch Nichts mehr.
3.Variante: Diesmal wurde der verrottete Späneanteil, bis auf den sandigen Untergrund abgeschoben und durch Häckselgut ersetzt. Wieder roch es toll und sah gut aus....leider war der Spaß wieder nach einem Jahr vorbei. Mittlerer Weile war der Paddock, der direkt an die Steinplatten grenzt im Winter häufig nass, die Pferde trugen noch mehr Sand/Erde auf die Steine........mehr Arbeit......erhöhter Hufabrieb.... Auf die Steinplatten wollten wir nicht verzichten. Es macht zwar Arbeit, sie sauber zu halten, aber so hat der Schmied, auch im Winter, einen vernünftigen Arbeitsplatz, auf dem er z.B. die Stellung der Hufe erkennen kann. 4.Variante: Nachdem die 1. bis 3. Variante mittlerer Weile schon reichlich Geld verschlungen hatte waren wir endlich bereit uns auf andere Maßnahmen zur Paddockbefestigung einzulassen. Wir entschieden uns für Bodenraster! Die, direkt an die Steinplatten, angrenzenden 40 qm des Paddocks, wurden mittels Sand geglättet, die Gitter direkt darauf verlegt, mit gröberem Kies verfüllt, oben drauf noch eine 5 bis 10cm Tretschicht aus gewaschenem Sand...fertig!! Die Aktion hat einen Tag gedauert und seit 2 Jahren haben wir -wieder- einen trockenen Auslauf!! Ablaufendes Wasser, auch aus umgekippten Wasserbottichen verschwindet in kürzester Zeit. Da nur ein Teil des Paddocks aus Sand besteht und dieser diesmal gewaschen ist, gibt es auch keine Staubbelästigung. Die Tiefe ist ebenfalls begrenzt und gut begeh- bzw. beschiebbar. Die Pferde haben jetzt Bereiche mit Steinplatten, Sand (auf Paddockgittern), Späne und Erde. Wir sind voll auf zufrieden....die Pferde pinkeln am liebsten in den Sand, äppeln am liebsten da wo sie stehen, wälzen sich bevorzugt in der Erde und schlafen gerne auf den Spänen!J.
4. Resümee Wer sein Pferd in einer Selbstversorgergemeinschaft hält, weiß wie oft Absprachen gemacht werden müssen, um alle vorgesehenen Fütterungen abzudecken. Mehr als 2 Fütterungen sind selten, insbesondere, wenn alle berufstätig sind.....wird einer krank, kann es schon mal eng werden! Die frühen Fütterungen am Wochenende sind ebenfalls unbeliebt. Der Heudosierer deckt mit bis zu 20 Fütterungen pro Tag, das Raufutter ab. Er kann, außer über einen direkten Stromanschluss auch über eine Autobatterie betrieben werden, was für abgelegene Pferdeställe von Vorteil ist. Das Futterlager wird bei Bedarf aufgefüllt und kann die Pferde, individuell nach Ihren jeweiligen Bedürfnissen mit Futter versorgen und bietet zusätzlich Bewegungsanreize! Als Einsteller in einem Pensionsstall, aber auch als Stallbetreiber, ist es oft schwierig alle Futter- und Fütterungswünschen gerecht zu werden. Auch der Wunsch, Boxenpferden weitgehend Auslauf- und Weidegang zu bieten scheitert manchmal an größeren Flächen, oder organisatorischen Möglichkeiten. Z.B. Die Haltung im Laufstall, mit getrenntem Futter- und Liegebereich, sowie der automatisierten Fütterung bietet auch bei wenig Platz viel Bewegung. Vorteil für die Haltung von Sommerekzemern: Optimal, wäre eine möglichst karge Weide und zusätzlich die Aufstallung zu den Hauptflugzeiten der Insekten (ca. 5 bis 8 Uhr und 16 bis 21 Uhr) Durch gezielte Futterzuteilung zu diesen Zeiten kann man die Ekzemer ermuntern selbstständig den Stall aufzusuchen. Nach vielen Jahren Pferdehaltung in Selbstversorgergemeinschaften, Pensionsställen und Offenstallhaltung am Haus, lässt das verbesserte Stall- und Fütterungskonzept für uns und unsere Pferde, hat uns das Konzept der Firma HIT überzeugt und wir empfehlen es gerne weiter. Die Entlastung durch die zeitlich unabhängige Fütterung, entspannt, gibt mehr Freiraum für gemeinsame Beschäftigung mit dem Pferd und macht artgerechte(re) Pferdehaltung auch für zeitlich eingeschränkte Pferdehalter, oder “Faulpelze” interessant J Neugierig geworden? Informieren kostet nichts! Gerne stellen wir Ihnen unseren Stall persönlich vor. Melden Sie sich dafür aber bitte an (040/64430535, info@wiemerskamper.de), damit wir auch Zeit für Sie haben. Ansonsten können Sie, bei Ihrer Ölbestellung, Informationsmaterial der Firma HIT gleich mit anfordern, oder wenden Sie sich direkt an die Firma Hit, die Sie gerne kompetent, freundlich und unverbindlich berät......
Hier noch ein paar Bilder von den Umbauten in unserem Stall:
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