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Sommerekzem, was ist das?

Das Sommerekzem der Pferde ist eine allergische Reaktion auf Insektenstiche, insbesondere der Kriebelmücke. Eiweißstoffe im Speichel der Mücke dienen dabei als Vermittler der allergischen Reaktion. Das Pferd beginnt sich typischer Weise im Frühjahr zu kratzen und zu scheuern. Leitsymptom ist dabei der aufgeprägte Juckreiz und die häufig damit verbundene Unruhe des Pferdes. Meistens sind Mähnenkamm, Schweifrübe und/oder Bauchnaht betroffen. Gesicht, Kruppe, Flanken, Brust Schlauch-und Euterregion können ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden. Erste kleine Pusteln nach den Stichen der Kriebelmücke sind noch kaum zu erkennen aber durch das Scheuern, kommt es dann im weiteren Verlauf zu Haarverlust, kahlen Stellen, Hautverdickungen und Faltenbildung. Wird die Haut durch das Kratzen verletzt kann es auch zur Sekundärinfektionen und eitrigen Stellen kommen. 

Das Sommerekzem tritt mit den ersten warmen Tagen des Jahres auf

Bei Sommerekzemern treten die ersten Symptome auf, sobald die Kriebelmücken im Frühjahr aktiv werden und dauern an, bis es wieder kalt wird und die Aktivität der Insekten aufhört. Je nach Wetterlage, müssen Sie in den Monaten März bis November aufmerksam sein. In dieser Zeit ist die gezielte Pflege der Haut mit Unterstützung der Regeneration, Linderung des Juckreizes und Vermeidung von Insektenstichen unabdingbar und hier kommt das Wiemerskamper Pflegeöl und die Pflegesalbe zum Einsatz.(siehe auch FAQ: Wie wende ich Pflegeöl und Salbe richtig an)

Der Verlauf und das Ausmaß vom Sommerekzem ist von mehreren Faktoren abhängig

Ist die Diagnose gesichert, reicht es häufig nicht aus nur eine "Behandlung" zu starten, sondern auch Haltung, Fütterung und Umgang/Pflege sollten überprüft und gegebenenfalls optimiert werden.

Haltung eines Sommerekzemers

+ Ihr betroffenes Pferd ist dankbar für einen möglichst 3- seitig geschlossenen Unterstand, wo es je nach Bedarf bei Weidegang Schutz vor Insekten finden kann. Erfahrungsgemäß sind die Kriebelmücken in den frühen Morgenstunden zwischen ca. 4 und 8 Uhr aktiv und wieder zum Abend hin, zwischen ca. 16 und 22 Uhr. Wählen Sie daher die Weidezeit zwischen 8 und 16 Uhr. Unterstützen Sie den Insektenschutz gegebenfalls mit Repellentien, oder bauen Sie PVC-Matten zum Eingangsbereich Ihres Unterstands ein. Der Misthaufen, als Anlaufpunkt für viele Insekten, sollte ebenfalls nicht direkt neben dem Stall/Unterstand sein.

+ Bevorzugte, raue Kratzgelegenheiten, wie z.B. Bäume mit rauer Rinde, ungehobelte Holzlatten, Mauerwerk und ähnlich empfehlen wir zu entschärfen, oder auszuzäunen. Keine Sorge, Ihr Pferd kann sich immer noch wälzen, sich an glatten Gegenständen scheuern, Fellpflege mit Freunden machen...aber die Verletzungsgefahr beim Kratzen ist dabei deutlich weniger und auf jeden Fall vorteilhaft für Ihren Sommerekzemer!

+ Bei der Einzäunung hat sich Elektrolitze bewährt, da es das Scheuern an Zaunlatten und Zaunpfählen unmöglich macht. Runde, glatte Metallzäune, wie sie oft bei Paddocks zu sehen sind sind auch empfehlenswert.

+ Achten Sie auf Streßvermeidung für Ihr Pferd. Steht Ihr Pferd z.B.in der Box und hat einen ungeliebten Boxennachbarn, versuchen Sie dies zu ändern. Wenn Sie ein rangniedriges Pferd haben, achten Sie bei Herdenhaltung darauf, dass es auch zu seinem Recht kommt und bei Bedarf z.B. einen Platz im  Unterstand findet. Stellen Sie die Herde evtl. anders zusammen.

Fütterung Ihres Sommerekzemers

Passen Sie die Grundfütterung und die Bewegung so an, dass kein Übergewicht entsteht! Optimieren Sie Ihr Weidemanagement nicht nur in Bezug auf die Flugzeiten der Kriebelmücke, sondern auch auf die Menge an Futter. Stellen Sie bei eingeschränkten Weidezeiten Ihrem Pferd eine angepasste Menge Raufutter ersatzweise zur Verfügung. Eine zusätzliche Mineralienzufuhr ist bei der Bodenqualität in Deutschland oftmals notwendig. Ob Sie in der Auswahl der vielfältig angebotenen Produkte das Richtige für Ihren Ekzemer ausgewählt haben, lässt sich gelegentlich mit einer Überprüfung des Mineralhaushaltes klären und "das Auge des Herrn füttert mit!". Ist Ihr Pferd vital, hat gesunde Hufe und jenseits des Ekzems glänzendes Fell und das Ganze noch bei Normalgewicht haben Sie viel für die Gesundheit Ihres Ekzemers erreicht!

Umgang mit Ihrem Sommerekzemer

+ Die Pflege der beanspruchten und zu Juckreiz neigenden Haut ist ein wichtiger Bestandteil um sie geschmeidig zu halten, den Juckreiz zu lindern und sie für Stiche von Insekten unattraktiv zu machen. Unsere Produkte haben sich dafür seit 20 Jahren bewährt!

+ Zu starkes Bürsten, Massieren, oder Putzen kann durch Zellvorgänge in der Haut auch Juckreiz auslösen! Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Pferd mit leichter Hand und eher weichen Bürsten an den zu juckreizneigenden Stellen versorgen! 

+ Wenn Sie nicht möchten, dass sich Ihr Pferd kratzt, dann sollten sie das auch nicht tun! So vermeiden Sie den Juck-Kratz-Kreislauf unnötig anzukurbeln.

Nach der Arbeit ist die Haut Ihres Sommerekzemers gut durchblutet, verschwitzt und häufig juckt sie. Wenn möglich gönnen Sie Ihrem Pferd eine kühle Dusche mit weichem Wasserstrahl...das kühlt, lindert den Juckreiz und ist in den warmen Sommermonaten eine willkommene Erfrischung!

Individuelle Fragen zum Thema Sommerekzem?

Rufen Sie uns an, dann überlegen wir mit Ihnen gemeinsam, was Sie wo und wie noch verbessern können.             

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